Short Selling: Anatomie einer Schrottaktie
Shownotes
In dieser Episode dreht Thomas Mangold den Spieß einmal um: Statt nach den nächsten „TenBaggers“ zu suchen, also den Aktien mit starkem Wachstumspotenzial, geht es heute um das Thema Shorten – das gezielte Investieren in schwache Aktien mit Aussicht auf fallende Kurse.
Du erfährst, wie man strukturiert Kandidaten für Short Selling identifiziert, welche fundamentalen und technischen Kriterien dabei eine Rolle spielen und mit welchen Tools wie Finviz und Stock Unlock du schwache Unternehmen herausfiltern kannst. Thomas beleuchtet außerdem die wichtigsten Warnsignale und Red Flags, warum Shorten definitiv nichts für Anfänger ist und wie Shorts als sinnvoller Hedge im Depot eingesetzt werden können.
Freu dich auf kompakte Tipps zur Short-Strategie, viele praktische Filtermöglichkeiten und einen fundierten Blick hinter die Kulissen schwacher Aktien – damit du die richtigen Entscheidungen an der Börse treffen kannst!
Finviz-Screener: https://finviz.com/screener.ashx?v=111&f=capsmallover,faeps5yearsneg,faepsyoyneg,shavgvolo300,shfloatu20p,shprice_o5
StockUnlock: https://stockunlock.com/?via=optiontradingpal
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge des Mission Trading Podcasts.
00:00:03: Mein Name ist Thomas Mangold und ich freue mich sehr, dass du wieder mit dabei bist.
00:00:09: Jeder oder ziemlich viele da draußen, sag mal so, sucht den nächsten Dämbäger.
00:00:13: Also die Aktie, die sich verzehnfacht oder verhundertfacht oder was auch immer.
00:00:18: Aber was ist denn eigentlich mit den Unternehmen, die Geld verbrennen?
00:00:22: Mit den Unternehmen, deren Geschäftsmodelle sterben und die gnadenlos überbewertet sind?
00:00:28: Heute drehen wir den Spieß um.
00:00:30: Heute suchen wir keine Akzente steigen, sondern Akzente fallen.
00:00:35: Und bevor wir... hineingehen in dieses Thema, ganz, ganz klarer Disclaimer und ganz, ganz klarer Hinweis zum Thema Schwatten.
00:00:42: Das ist definitiv nichts für Anfänger, denn du hast unbegrenztes Verlustrisiko.
00:00:48: Während, wenn du eine Aktie kaufst, die hundert Dollar kostet und du kaufst zehn davon, dann hast du tausend Dollar investiert.
00:00:54: Wenn die Aktie auf null fällt, dann hast du diese tausend Dollar verloren.
00:00:57: Wenn du eine Aktie um hundert Dollar Verkaufs, also Schwarzgest und die Aktie steigt auf Hunderttausend Dollar ist ein Gewinn.
00:01:05: Dein Verlust natürlich extrem viel höher als ein Vielfaches deiner ursprünglichen Investition.
00:01:11: Deswegen gilt wie immer hier keine Anlageberatung, nicht zum Nachhall und Gedacht, sondern lediglich Bildungskontent und nicht mehr.
00:01:19: Bitte beachte das unbedingt.
00:01:21: Ziel dieser Folge ist es, wir lernen, wie man strukturiert, schwache Aktien identifiziert.
00:01:26: die eben fundamental und am besten auch technisch angeschlagen sind und wie man das mit anhand zwei Tools einerseits Winvis, andererseits Stockanlog auch macht.
00:01:37: Bevor wir das aber machen, müssen wir einmal Kriterien finden anhand derer wir einfach Schwartkandidaten finden.
00:01:43: und deswegen schauen wir uns jetzt mal die Anatomie einer schwachen Aktie an.
00:01:48: Schwartkandidaten heißt natürlich gleichzeitig die Aktie ist nicht nur schwach, sondern sie ist halt auch überbewertet.
00:01:55: Und jetzt kann man ein paar Dinge sich ansehen, die da definitiv wichtig sind.
00:01:59: Zum Beispiel natürlich auch fundamentale Schwäche.
00:02:04: Da geht es vor allem um den Cash-Burn und Cash-Runway.
00:02:08: Unternehmen, die kein Geld verdienen und deren Bankkonto immer Lehrer und Lehrer wird.
00:02:14: deren Bankkonto vielleicht auch bald leer ist, die werden sehr, sehr bald neues Kapital brauchen.
00:02:18: Und das führt eben zur Verwässerung und das drückt jedes Mal den Kurs.
00:02:22: Also sie müssen neue Aktien ausgeben.
00:02:25: Wenn sie noch Kredite bekommen, müssen sie das Kredit finanzieren und so weiter.
00:02:28: Also alles keine guten Nachrichten für die Aktien.
00:02:31: Und deswegen ist Cash Burn und Cash Runway eine sehr, sehr wichtige Kennzahl.
00:02:35: Der Cash Runway zeigt aus, wie lang kann das Unternehmen noch aushalten mit dem Kapital, das es zur Verfügung hat.
00:02:41: Ein Monat, zwei Monate, drei Monate und wann muss die nächste Kapitaleerhöhung oder irgendwas stattfinden, damit das Unternehmen weiter überleben kann.
00:02:48: Also auf das mal schauen.
00:02:50: Erster wichtiger Punkt.
00:02:51: Zweiter wichtiger Punkt sinkende Margen.
00:02:53: Wenn der Umsatz wächst, aber die Margen, egal ob Brutto- oder Operating-Marge sinken, dann hat das Unternehmen im Prinzip keine Preismacht.
00:03:02: Und Unternehmen, die keine Preismacht haben, sind halt auch immer eher schwächer.
00:03:06: Also, man kann die sinkenden Margen sich anschauen.
00:03:08: Man kann sich die Verschuldung anschauen.
00:03:10: Ich habe es vorher schon angesprochen gehabt.
00:03:11: Hohe Schulden bei steigenden Zinsen sind dödlich für diese Zombiefirmen.
00:03:16: Also, das ist eine Mischung, die extrem gefährlich ist.
00:03:19: Denn du musst rechnen, diese Firmen haben Schulden.
00:03:21: Die haben sie... Vor allem wenn man jetzt in die Vergangenheit, in die letzten Jahre oder in das letzte Jahrzehnte auch zurück schaut, Zeitstempel, ich nehme diesen Podcast am Montag, den neunzehnten Jahrhunderts, war er aus dem Jahr zwanzig auf, dann waren die Zinsen recht niedrig.
00:03:34: Und jetzt sind wir in einer eher Hochzinsphase.
00:03:37: Also ist nicht ganz hoch, aber höher als vor ein paar Jahren noch logischerweise.
00:03:41: Das heißt, all diese Firmen, die sich relativ günstig Kapital beschaffen haben, Aber es nicht geschafft haben, Cashflow zu produzieren, Cash hineinzubekommen, um diese Kredite bedienen zu können.
00:03:53: Die stehen jetzt natürlich vor dem Dilemma, dass sie neue Kreditlinien brauchen, die aber zu einem weit höheren Zinssatz verzinsen müssen.
00:04:00: Das heißt, die Todesspirale dreht sich dann einfach noch schneller und schneller und schneller.
00:04:06: Also Verschulungen, ganz wichtiger Punkt.
00:04:07: Insiderverkäufe.
00:04:09: Also wenn der CEO, wenn der CFO, wenn der CTO oder wer auch immer massiv eigene Aktien verkauft, warum solltest du den halten?
00:04:16: Und ja, ich weiß, der eine oder andere wird jetzt wahrscheinlich auch schon denken, es gibt viele, viele Gründe, warum Insider-Aktien verkaufen können.
00:04:23: Vielleicht musst du irgendwelche Steuern zahlen, vielleicht möchte sich ein neues Haus kaufen, vielleicht will er das, das und das.
00:04:28: Aber wenn das in großen Massen passiert und wenn das von mehreren Insidern passiert, dann ist es auf alle Fälle ein Wahnsignal.
00:04:36: Und gerade bei schwachen Unternehmern würde ich da definitiv nochmal einmal mehr drauf schauen.
00:04:41: Also das sind fundamental schwache Unternehmern oder Kennzahlen, auf die man schauen kann.
00:04:46: Man kann aber natürlich auch die technische Analyse machen und schauen, welche Unternehmern sind technisch schwach.
00:04:52: Weil der Trend ist ja Friend, also der Trend ist ein Freund, gilt nach oben, wenn ich Aktien kaufe, gilt aber also genauso nach unten, wenn ich Aktien schorte.
00:05:01: Das heißt, wenn ich Aktien verkaufe, die ich nicht habe.
00:05:04: Und ja, da kann man natürlich schon auf Dinge wie den geltenden Durchschnitt.
00:05:08: Ja, das kann jetzt der Zweihundert-Tage-Durchschnitt sein.
00:05:10: Ich prinzipiell schorte niemals Aktien, die über dem Zweihundert-Tage-Durchschnitt liegen zum Beispiel.
00:05:15: Eine Schuataktie muss auch immer einen etablierten Abwärtstrend haben.
00:05:19: Das ist ganz klar auf das schaue ich auch.
00:05:21: Und relativ verschwäche gegenüber dem Gesamtmarkt.
00:05:23: Das heißt, selbst wenn der Gesamtmarkt fällt, fällt diese Aktie weit stärker als der Gesamtmarkt.
00:05:29: Noch schöner ist es natürlich, wenn der Gesamtmarkt steigt und diese Aktie fällt, weil das ist dann ein gnadenloser Schwäche.
00:05:36: Ein gnanntloses Schwächezeichen selbstverständlich.
00:05:38: Also auch das kann man machen.
00:05:40: Es ist einfach da, es sind da keine Grenzen gesetzt.
00:05:43: Das waren jetzt nur die wichtigsten Indikatoren, auf die ich schaue.
00:05:45: Da kannst du natürlich noch viel viel filigraner vorgehen.
00:05:48: Das würde jetzt diese Podcast-Folge definitiv sprengen.
00:05:51: Nicht umsonst gibt es Schwarz-Hellenkurse, die Stunden an Videomaterial haben.
00:05:55: Und es ist auch wirklich wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen.
00:05:57: Aber es ist definitiv etwas, was du am Sturm haben musst.
00:06:01: Und das sind die wichtigsten Faktoren da eben.
00:06:04: Aber es gibt auch Redflex.
00:06:06: Denn es gibt schwache Unternehmen, von denen du unbedingt trotzdem die Finger lassen musst.
00:06:12: Und das ist ganz, ganz wichtig.
00:06:14: Zum Beispiel die Short Float.
00:06:17: Das heißt, das ist die Quote an Aktien, die schon leer verkauft ist.
00:06:22: Ja, und da darf so niemals eine Aktie Schorten, die einen hohen Float hat.
00:06:26: Also in der Regel sagt man, fünfzehn bis zwanzig Prozent, ich gehe da sogar weit, weit runter und sage alles über zehn Prozent Schortquote, schaue ich mir nicht an.
00:06:34: Was ich mir dann noch dazu anschauen kann, ist, wie lang brauchen die Schortseller, um diese Schortquote einzudecken.
00:06:40: Das heißt, da wird dann verglichen, wie viel Umsatz macht diese Aktie durchsätzlich, wie viele Aktien sind leer verkauft und wenn ich jetzt den Tagesumsatz habe, wie lang würden die alle brauchen, daraus zu kommen.
00:06:49: Das ist natürlich eine fiktive Zahl, aber das sind oftmals... mehrere Tage, oftmals Wochen, bis die sich eindecken könnten.
00:06:55: Und dann besteht halt die Gefahr eines Schwarzquizz.
00:06:57: Wir haben das gesehen bei AMC, wir haben das gesehen bei GameStop.
00:07:01: Beides Unternehmen, die genau in dieser Todesspirale drinnen sind, aber die sich trotzdem vervielfacht haben, ich weiß jetzt gar nicht, verzehnfacht auf alle Fälle, vielleicht sogar verhundertfacht, ich muss dann mal die Charts anschauen.
00:07:12: Und das ist natürlich gefährlich, weil wenn du auf diesen Aktien sitzt und nicht rauskommst aus diesen Aktien, weil der Kurs massiv plötzlich nach oben steigt, dann hast du ein Riesenproblem.
00:07:21: Und das ist eine Riesengefahr, die du am Schirm haben musst.
00:07:24: Und das kannst du einfach nur, wenn du auf den Short Float schaust, also wie viel Prozent der Aktien sind schon leer verkauft.
00:07:31: Das ist Punkt eins.
00:07:32: Punkt zwei, ja, Penis Docs würde ich jetzt auch nicht unbedingt nehmen.
00:07:36: Also, wenn du alle Aktien unter fünf Dollar fallen, für mich der Prinzipiell raus, ich weiß, das sind wunderbare Kandidaten zum Short Sender bei.
00:07:43: Aber diese Kandidaten haben dann auch noch meistens ein niedriges Handelsvolumen.
00:07:47: Und damit sind sie halt sehr, sehr leicht manipulierbar.
00:07:50: Also, wenn ich da in einer Aktie Schuart bin, wo mehrere Tausend Stück nur gehandelt werden, dann kann jemand, der einen hunderttausend Stück Arter reinschmeißt, natürlich extrem schnell so einen Schuart Squish selbst auslösen.
00:08:02: Und das will man definitiv nicht.
00:08:03: Also davon lasse ich die Fingern.
00:08:05: Dann natürlich Kultaktien, sogenannte Meme Stocks.
00:08:08: Dazu gehören... Tesla gehört derzeit, weil sie dazu pellentieren, ist auch so eine Hype-Achse.
00:08:13: GameStop war es damals.
00:08:15: Die also eine Anhänger-Haschaft haben und die Achse eigentlich nicht nur grafen, weil es ein gutes Unternehmen ist, oder ein vermeintlich gutes Unternehmen ist, sondern die die Achse halt auch... so schon fast religiös verehren.
00:08:27: Also Tesla ist da halt das Paradebeispiel.
00:08:30: Die Tesla Jünger, wenn man was über Tesla sagt, dann kommen siebenundzwanzig YouTube-Kommentare, also was Negatives sagt, kommen siebenundzwanzig YouTube-Kommentare mit Beleidigungen und sonst irgendetwas.
00:08:39: Also von solchen Aktien würde ich prinzipiell auch die Fingern lassen.
00:08:43: Und ich würde die Finger lassen von Aktien die Dividende bezahlen.
00:08:46: Denn wenn du short bist, musst du denjenigen, von dem du die Aktien geliehen hast, um sie zu verkaufen, demjenigen musst du die Dividende zahlen.
00:08:54: Das ist ebenfalls noch ein wichtiger Punkt.
00:08:56: Also Dividenden-Aktien zu shorten kann man machen, allerdings vielleicht nur kurze Zeit und nicht über das Exdividendatum drüber.
00:09:03: Das wäre dann wieder kontraproduktiv meiner Meinung nach.
00:09:06: Und einen Punkt, auf den du auch noch schauen musst, definitiv... Und das ist die Gebühr, die du dafür bezahlst.
00:09:12: Du bezahlst ja denjenigen, der dir die Aktie verleiht und natürlich auch seinen Broker, also der Broker behält sich ein Teil davon an, einen Zinssatz.
00:09:21: Das kann weniger sein.
00:09:22: In der Regel bei Aktien, die nicht großartig geschortet sind, sind das Nullkommafünfundzwanzig Prozent, vielleicht mal Nullkommafünfzig Prozent, wenn es viel ist.
00:09:31: Bei Aktien, die viel geschortet sind, kann das auch gleich mal fünf, sechs, sieben Prozent sein oder mehr.
00:09:37: Und da muss man dann extrem vorsichtig sein natürlich auch.
00:09:39: Also das sind so die Red Flags, wo du aufpassen musst, dass du da nicht wirklich reingest.
00:09:44: Und ich weiß, Wir befinden uns jetzt hier in einem Podcast.
00:09:48: Ich will aber trotzdem ein bisschen erklären, wie diese Einstellungen gehen können.
00:09:53: Ich habe zwei Tools ja erwähnt in der Einleitung, um Schuartaktien oder schwache Aktien zu finden.
00:09:58: Einerseits FINFIS und andererseits dann natürlich auch Stock Unlock.
00:10:03: Beides gute Tools.
00:10:04: Ich gehe es ganz kurz mit dir durch, welche Einstellungen du da treffen kannst.
00:10:09: Also... Beginn mal mit FinFist, das ist ein gratis Tool.
00:10:12: Da gehst du einfach in den Screener, gehst in den Reiter oben auf All und kannst dann Dinge suchen wie die Marktkapitalisierung.
00:10:18: Da würde ich alles über Small nehmen, also keine Beniz-Doc, sondern alles, was über dreihundert Millionen US-Dollar wert ist zum Beispiel.
00:10:25: Dann der Preis.
00:10:26: Wir haben gesagt, wir wollen keine Beniz-Docs, sondern wir wollen nur Aktien, die über fünf Dollar kosten.
00:10:31: Dann stelle ich da ein, das Average Volume, also das Durchschnittsvolumen.
00:10:34: Das muss über dreihunderttausend sein, denn wir brauchen auch die Liquidität, um dann rauszukommen.
00:10:40: Dann der Short Float.
00:10:41: Wie gesagt, den stelle ich unter zehn Prozent ein.
00:10:43: Du kannst auch ein bisschen höher gehen unter fünfzehn Prozent, aber für mich ist unter zehn Prozent besser.
00:10:48: Dann die technische Sache, die wir gesagt haben.
00:10:50: Zweihundert Tagesdurchschnitt.
00:10:52: Also der Preis muss sich unterhalb dieses zweihundert Tage Durchschnitt befinden.
00:10:57: Und die Beformanz.
00:10:59: minus zehn Prozent betragen.
00:11:00: Also das ist noch eine zusätzliche Einstellung, um da ein bisschen mehr zu filtern.
00:11:03: Ja, und dann kannst du natürlich noch optional einige Dinge dazustellen.
00:11:07: Zum Beispiel, wenn du Aktien finden willst, die extrem teuer bewertet sind, kannst du das Price to Sales auf über zehn stellen.
00:11:13: Ja, das kann auch funktionieren.
00:11:15: Da muss man sich halt ein bisschen spielen mit diesen Screener.
00:11:17: Du hast ja dort viele Einstellmöglichkeiten.
00:11:20: Du kannst das dort jederzeit tun.
00:11:23: Und dann die zweite Variante wie Stock Anlock, da natürlich auch einen Filter zu stellen, dass zum Beispiel das Wachstum über die letzten drei Jahre, also das ist kein Wachstum, sondern eine Schrumpfung, also minus fünf bis zumindest minus fünf Prozent, also wir suchen.
00:11:40: Firmen, die halt nicht wachsen, sondern die schrumpfen sozusagen.
00:11:43: Auch den Free Cash Flow stelle ich dort ein.
00:11:44: Auf negativ einfach.
00:11:46: Also die Firmen verbrennen Geld, die verdienen kein Geld.
00:11:48: Negativ auf Free Cash Flow.
00:11:50: Return on invested capital.
00:11:51: ROIC wird das oft abgeküsst.
00:11:53: Auch kleiner als minus fünf Prozent.
00:11:56: Also stark nach unten fallend.
00:11:58: Das Management vernichtet also den Wert jedes investierten Toll aus.
00:12:03: Und dann kannst du auch den Altmann Set Score einstellen.
00:12:06: Das ist wirklich ein toller Indikator, der so ein bisschen das Insolventrisiko einer Firma anzeigt.
00:12:10: Und das ist natürlich auch, und wenn der Wert da unter ein Komma acht, ein Komma fünf ist, dann besteht schon Insolventrisiko auf jeden Fall.
00:12:18: Ja, das ist das eine.
00:12:20: Also das sind so die Basischecks, die du einstellen kannst.
00:12:23: Und du siehst schon, ob da gesunde oder ungesunde Unternehmen rauskommen.
00:12:26: Du kannst dann noch ein bisschen weiter eindauchen bei Stock & Lock und das ist so ein bisschen der Vorteil, das ist jetzt kein kostenloses Tool, ich verlinke es dir auch in den Show-Notes, sondern das kostet ein wenig, aber daher kannst du halt Bilanztricks rein auch aufdecken.
00:12:39: Zum Beispiel mit dem Earnings Quality, das ist ein sogenannte Sloan Ratio, das vergleicht das Net-Income zum Operating Cash Flow und das Unternehmen meldet hohen Gewinn.
00:12:50: aber der Cashflow ist niedrig oder sogar negativ.
00:12:52: Dann ist das meistens irgendwie bilanziell gefaked.
00:12:55: Also das ist irgendwie dann Bilanz, Verschönerung oder irgendwas.
00:12:59: Dann schaue ich sehr, sehr gerne auch auf das Inventory.
00:13:03: gegenüber den Umsatz.
00:13:04: Also das, was auf dem Lager liegt gegenüber Umsatz, wächst der Lagerbestand schneller als der Umsatz, dann ist das ebenfalls immer ein Wahnsignal.
00:13:12: Dann heißt das, die Produkte dieses Unternehmens kauft einfach niemand, beziehungsweise das Unternehmen produziert viel zu viele Produkte, die liegen dann in Lagern oder stehen irgendwo auf Halde herum.
00:13:22: und das ist jetzt natürlich ein Wert, der da drin liegt, ein bilanzieller Wert.
00:13:26: Das heißt, die können das schon gegenschreiben, weil die sagen einfach jedes, keine Ahnung, Tesla, jedes Auto, das sie produzieren, hat einen bilanziellen Wert von fünfzigtausend Dollar zum Beispiel.
00:13:35: Und das steht auch in der Bilanz.
00:13:37: Aber um diese Lager dann wieder abverkaufen zu müssen, muss ich nach hoher Rabatte geben.
00:13:42: Das wirkt sich auf die Marge aus.
00:13:43: Möglicherweise mache ich sogar Verluste damit, nur um das loszubekommen, weil auf Lager bedeutete auch Kosten.
00:13:49: Alles, was ich auf Lager habe, kostet.
00:13:51: Und das ist definitiv ebenfalls sehr, sehr negativ.
00:13:54: Dann kann ich noch die Vergänzen mir anschauen zwischen Forderungen und Umsatz.
00:13:58: Also die sogenannten Receivables gegenüber den Revenue.
00:14:02: Das heißt, wachsen die offenen Forderungen schneller als der Umsatz.
00:14:06: Wenn ja, ist das auch ein Wahnsignal.
00:14:09: Deutert halt auf, das heißt, in der Fachsprache Channel Stuffing hin.
00:14:13: Das heißt, sie drängen Kunden Ware auf, die noch nicht bezahlt wurden, nun die Quartalszahlen zu retten.
00:14:19: Mehr ist es nicht.
00:14:21: Und du verkaufst dann vielleicht auch einen Kunden, wo du weißt, naja, der wird vielleicht nie bezahlen, weil er steht kurz vor der Insolvenz.
00:14:26: Du verkaufst ihm die Dinge trotzdem, nur um die Bilanz zu retten.
00:14:29: Du musst ja bedenken, bei diesen Unternehmen sitzen ja auch Manager und die dann für gewisse Key Performance-Indikatoren ja Geld bekommen.
00:14:36: Und die wollen das natürlich so schön wie möglich darstellen, dass das dann hinten nach natürlich zum Boomerang werden kann, ist auch klar.
00:14:43: Und dann noch gutwill und intangible Assets.
00:14:47: Also auch da ist das ein Wahnsignal, wenn du überteuerte Übernahmen hast, dann musst du die irgendwann abschreiben.
00:14:54: Also wenn du eine Firma überschwerbeteuert kaufst, die Firma, ja, entwickelt sich einfach nicht so, dann musst du da einfach mal irgendwann sagen, okay, ich muss das abschreiben.
00:15:04: und dieses gutwill, der deine Bilanz steht, der sollte auf jeden Fall kleiner sein als die Total Assets.
00:15:10: unter fünfzig Prozent ist Pflicht, noch kleiner am besten.
00:15:14: Also das ist fünfzig Prozent, das ist eh schon viel.
00:15:16: Also wenn du die Total Assets anschaust und den gut willst, kannst du da auch sehr, sehr schön die Dinge vergleichen.
00:15:23: Ja, und Schortern, das vielleicht noch zum Abschluss hier, ist ganz, ganz wichtig, aus zwei Gründen.
00:15:30: Warum?
00:15:31: Erstens einmal kann ich dadurch, wenn der Markt wirklich abrauscht, ist es ein Hedge in meinem Depot.
00:15:38: Das ist was wirklich, wirklich gutes.
00:15:40: Denn du musst ja bedenken, wenn der Markt jetzt da, wenn der nächste Crash kommt, wenn der nächste Bärenmarkt kommt, welche Aktien werden dann denn besonders verkauft?
00:15:48: Die Qualitätsaktien, die werden auch verkauft, aber weniger.
00:15:52: Die Schrottaktien, die werden sofort rausgeschmissen.
00:15:54: Das heißt, auch im Crash oder auch im Bärenmarkt fallen diese Dinge stärker als der Gesamtmarkt.
00:15:59: Und wenn du jetzt das Schrottaktien und Qualitätsaktien im Depot hast, und es geht runter, dann werden diese Schwarz dir Ja, viele, viele Verluste ersparen, weil da nimmst du halt dann irgendwann die Gewinner mit, die du dann reinvestieren kannst in deine Qualitätsaktion.
00:16:14: Das ist ein riesen, riesen, riesen Vorteil.
00:16:16: Definitiv.
00:16:17: Und zweitens ist Shorten oder Aktien leer verkaufen, natürlich auch ein gewinnbringender Faktor für dein Depot in allen Marktphasen.
00:16:24: Natürlich, wenn die Märkte nur nach oben laufen, dann laufen meistens auch diese Schrottaktien nach oben.
00:16:29: Das heißt, man muss da schon ein bisschen vorsichtig sein, ein bisschen auch ein gutes Timing und ein gutes Händchen dafür haben.
00:16:35: Definitiv.
00:16:36: Aber ansonsten ist das auf jeden Fall etwas, das wichtig ist.
00:16:40: Und das kann ich dir nur ans Herz legen.
00:16:43: Vielleicht findest du dieses Thema auch wichtig, dann freue ich mich natürlich, wenn du diese Podcast-Folge weiter empfiehlst an, wie man auch immer, Freunde, Kollegen, Verwandte, Bekannte, die sich auch mit dem Thema Börse beschäftigen.
00:16:53: Vielen lieben Dank dafür, dass du mir hilfst, diesen Podcast bekannter zu machen, dadurch um mehr Reichweite zu gewinnen.
00:16:58: Und vielleicht kommt ja auch ein Danke zurück von der Person, an die du das teilst, auch wenn du es in den Social Media Accounts teilst.
00:17:04: Vielen, vielen lieben Dank dafür.
00:17:06: Was kann man jetzt zusammenfassend sagen?
00:17:08: Shorten erfordert extremer Disziplin, noch mehr Disziplin als langzugehen meiner Meinung nach zumindest.
00:17:14: Suche nach der Kombination aus technischen Abwärtstrend, fundamentaler Geldverbrennung, forensischen Wahnsignalen und aber auch beachte, dass keine Reflex da sind.
00:17:24: Und wenn du das tust, dann wirst du damit definitiv auch deine Erfolge feiern.
00:17:29: Das soll's für diese Podcastfolge schon wieder gewesen sein.
00:17:32: Ich sag vielen vielen lieben Dank, dass du dabei warst, mach's gut und genieß den Tag.
00:17:36: Viel Erfolg beim Trading, tschau tschau.
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